Charlene Markow

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Die Rückkehr 2011

Ein Aufbruch und eine Rückkehr - eine Entscheidung, die nicht ohne Folgen bleiben wird. Das Ehepaar Jean und Gabrielle führt ein Leben in Wohlstand und Ordnung, ein arrangiertes Leben,

ein Leben auf der emotionalen Nulllinie. Bis eines Tages Jean von der Arbeit nach Hause kommt und anstelle seiner Frau einen Brief findet, in dem sie ihm die Trennung offenbart.

Doch bevor Jean begreifen kann, was geschehen ist, kehrt Gabrielle zurück.

Auf sezierende Weise zeigt DIE RÜCKKEHR das Ende einer Ehe und den Zusammenbruch all jener Lügenkonstrukte, die die Liebe mit sich bringt.

 

 

 

Fräulein Else 2012

Else kommt zu sich und kann sich nicht erinnern. Ihre Arme und Beine sind fixiert. Der Raum gibt keinen Anhaltspunkt, wo sie sich befindet.

Und wer ist die unbekannte Frau mit dem Notizblock, die anhaltend und bohrend Fragen nach Elses Familie und Sexualleben stellt, obgleich sie die Antworten bereits zu wissen scheint?

Basierend auf Schnitzlers Fräulein Else inszeniert Charlene Markow den inneren Monolog einer jungen Frau als psychologischen Dialog einer gespaltenen Persönlichkeit, deren Bewusstsein

sich aufhängt an dem was es zu verdrängen sucht.

Dicht und konzentriert, morbide und verspielt - die Eigene Existenz wird in Frage gestellt, doch am Ende weicht der Verstand "Ich bin doch wach, ich bin hundertmal, tausendmal wach" der Gewissheit

"Ich träume" aus.

 

 

 

Kassandra 2013

 "Du wirst die Wahrheit sagen, doch niemand wird dir glauben." So prophezeit es Panthoos, der griechische Prister, der jungen Kassandra, als er ihr die Sehergabe übergibt.

Vom eigenen Vater verstoßen, vom Volk verraten und vom Feind in den Kerker gesperrt, der Todesstrafe als Entgültigkeit ins Auge blickend, lässt Kassandra ihr Leben revue passiern und lässt vor dem geistigen Auge ihr junges Abbild auferstehen. 

 Wieder spaltet Charlene Markow eine Figur in zwei Schauspielerinnen auf, um ihre Zerrissenheit, ihren inneren Kampf darzustellen. Noch schonungsloser als in Fräulein Else

kämpfen in Kassandra zwei Lebens- und Denkmodelle auf der Bühne gegeneinander an, bis sie sich aus den Augen verlieren, bis sie auf Augenhöhe sind und sich schließlich wieder vereinen.